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Beschreibung der Mühle
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Im Jahre 1864 ließen W. Harrje und die Witwe des J.N. Harrje durch die Mühlenbauer Wegener aus Wulsdorf
und Speckmann aus Lehe auf dem Grundstück der Familie Harrje die neue Kornwindmühle errichten, ein
Galerieholländer mit Steert als Durchfahrtsmühle. Mit dem dreigeschossige Backsteinunterbau, dem oberen
reitgedeckten Achtkant und der Kappe ist die
Mühle 22,68 m hoch. Die Segelflügel haben
einen Durchmesser von 23 m.
Die Mühlenkappe ruht auf einem starken
eisernen Zahnkranz und kann samt
Flügelkreuz mit dem Steert gedreht werden.
Der Steert ist dem Flügelkreuz gegenüber
an der Kappe angebracht. Er ist ein senkrecht
hängender langer Balken mit mehreren
Verstrebungen an der Kappe. Das Ende des
Steerts reicht bis auf die Galerie. Von
hier wird mit Hilfe einer Winde, die Kappe
in den Wind gedreht.
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Später wurde der Steert durch eine Windrose
ersetzt. Dieses achtflügelige Windrad,
gegenüber dem Flügelkreuz an der Haube
angebracht, dreht sich solange, bis das
Flügelkreuz gegen den Wind steht.
Während eines starken Sturmes vor einigen Jahren verlor die Windrose alle Flügel.
Dies Mühle wurde daraufhin per Hand in den Wind gedreht (kommt meist aus West) und
wurde so vor größeren Schäden bewahrt.
In etwa 10 m Höhe umgibt eine Galerie das Mauerwerk, von der aus (Steert) die
Bremse bedient und die Besegelung der Flügel vorgenommen wird, deshalb der Name
Galerieholländer.
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Die Flügel werden durch eine Bremse (Fang)
in Ruhestellung gehalten. Sie ähnelt einer
Backenbremse, die aus Holz gefertigt ist
und sich ringförmig um das Kammrad legt.
Mit dem unterhalb der Windrose
herausragenden Bremsbalken, von dem
ein starkes Tau herabhängt, kann die Bremse
von der Galerie aus gelöst oder festgesetzt
werden.
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Der Konstruktionsplan der Schiffdorfer Mühle im PDF-Format. Dieser Konstruktionsplan wurde von Horst Poppe erstellt.
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